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01.05.2018

Dr. Nicola Wilck erhält Theodor-Frerichs-Preis der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin

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Dr. Nicola Wilck wurde auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) mit dem Theodor-Frerichs-Preis, dem wichtigsten Wissenschaftspreis der Gesellschaft ausgezeichnet.

Die DGIM vergibt seit 50 Jahren jährlich den mittlerweile mit 30.000 € dotierte Preis für die beste eingereichte klinisch-experimentelle Arbeit auf dem Gebiet der Inneren Medizin. Theodor Frerichs war der erste Präsident der DGIM und Ordinarius an der Charité. Er gilt als Begründer der experimentellen klinischen Medizin.

Nicola Wilck wurde für seine im letzten Jahr in Nature publizierte Arbeit „Salt-responsive gut commensal modulates TH17 axis and disease“ ausgezeichnet, die am Experimental and Clinical Research Center (ECRC) in der Arbeitsgruppe von Prof. Dominik N. Müller durchgeführt wurde.

Eine regelmäßige, hohe Kochsalzzufuhr trägt zur Entstehung von Bluthochdruck und kardiovaskulären Erkrankungen bei. Mit der Genese der Hypertonie werden heute unter anderem TH17-Zellen (Interleukin-17-produzierende T-Helferzellen) in Verbindung gebracht, denen auch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen zukommt. Die Induktion und Aktivierung von TH17-Zellen steht bei Mensch und Tier im Zusammenhang mit der Darmflora. Die prämierte Forschungsarbeit ging der Frage nach, ob eine Assoziation zwischen dem intestinalen Mikrobiom und der diätetischen Kochsalzzufuhr besteht. Es zeigte sich, dass bei Mäusen und Menschen, die eine Kochsalz-angereicherte Nahrung erhielten, das enterale Vorkommen von Lactobazillen abnahm. Parallel dazu stiegen die Th17-Zellen und der Blutdruck an. Die orale probiotische Behandlung von Mäusen mit Milchsäurebakterien konnte bei den Tieren trotz salzreicher Nahrung die Zahl der Th17-Helferzellen sowie den Blutdruck wieder senken. Darüber hinaus konnte in einem Mausmodell der autoimmunen Enzephalomyelitis (Multiple Sklerose) die Salz-induzierte Verstärkung der Erkrankung gehemmt und die neurologische Symptomatik deutlich abgemildert werden.

Nicola Wilck steht kurz vor Abschluss seiner Facharztausbildung in Innerer Medizin. Er war von 2007 bis 2012 an der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie und Angiologie am CCM beschäftigt. Nach 5jähriger Forschungstätigkeit im ECRC wechselte er 2018 in die Medizinische Klinik für mit Schwerpunkt Nephrologie und Intensivmedizin. Nicola Wilck ist Teilnehmer des Clinician Scientist Programms des BIH.

Kontakt

Dr. med. Nicola Wilck

AssistenzarztCharité - Universitätsmedizin BerlinBerlin

Postadresse:Berlin



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